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Jahreshauptversammlung 2018

Erfolgreiche Arbeit und gute Ausbildung sind natürlich auch ein Verdienst des 1. Kommandanten Florian Reiter. Er berichtete von den elf speziellen Lehrgängen auf Landkreisebene, an denen jeweils einer oder mehrere Einsatzkräfte 2018 teilnahmen: Bei diesen oft mehrtägigen Lehrgängen des Landkreises und der Feuerwehrschulen ging es in Theorie und Praxis um die Ausbildung zum Sprechfunker, um das Training bei den risikoreichen Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn und um „Technische Hilfeleistung“ mit ihren vielfältigen Aufgaben. Ein Feuerwehrmann wurde zum Maschinisten ausgebildet. Überdies ließen sich mehrere Männer im Umgang mit den Atemschutzgeräten aus- oder fortbilden. Denn der Einsatz unter Atemschutz ist eine anspruchsvolle und unter Umständen mit gesundheitlichen Risiken verbundene Tätigkeit im Feuerwehreinsatz. Überdies bat Reiter die Anwesenden, für die Freiwillige Feuerwehr zu werben, um junge Leute zu gewinnen. „Anschaffen werden wir uns ein Notstromaggregat für das Feuerwehrhaus und einen Fahrzeuganhänger, um dieses rund 150 Kilogramm schwere Aggregat transportabel zu machen.“

Aktuell zählt die Tenglinger Wehr 57 Aktive, darunter zwölf Frauen und 22 Atemschutzträger. Während einige Feuerwehrleute erfolgreich die THL-Leistungsprüfung ablegten, nahmen andere ebenso erfolgreich an der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz" teil. In die Prüfungsvorbereitung steckte man 486 Stunden. Im letzten Jahr verzeichnete man 22 Einsätze. Fünfmal musste die Wehr zu Bränden ausrücken und viermal technische Hilfe leisten. Unter den 13 sonstigen Diensteinsätzen waren zum Beispiel Absperrungen, Parkplatzeinweisungen oder Ölspurbeseitigungen. „So sind weitere 761 Einsatzstunden zustande gekommen“, sagte Kommandant Reiter.

Kreisbrandmeister Georg Fleischer bedankte sich bei den aktiven Feuerwehrlern für die Bereitschaft, viel Zeit zu investieren, um professionelle Hilfe zu gewährleisten, und beim scheidenden Vorstand, Andreas Kraller, für die gute Zusammenarbeit.

Anerkennung zollte auch Bürgermeisterin Ursula Haas den Feuerwehrlern für ihren unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde und ihre Bürger: Immer wieder zeige sich, wie professionell dank der guten Ausrüstung, der guten Ausbildung und des guten Personalstands zusammengearbeitet werde. Sie bedankte sich namens der Gemeinde für die viele Arbeit, die die Wehr leistet, und wünschte den Aktiven ein Jahr ohne große Brände, ohne schwere Unfälle „und dass ihr von euren Einsätzen und Übungen stets gesund heimkehrt,“ sagte Haas, die an diesem Abend zusammen mit Pfarrer Konrad Roider auch die Neuwahlen leitete.

Der Noch-Vorstand des Feuerwehrvereins, Andreas Kraller, ließ die Aktionen, mit denen die Wehr das gesellschaftliche und kirchliche Leben bereichert und fördert, ein letztes Mal Revue passieren. So beteiligte man sich mit größeren Abordnungen am mehrtägigen Musikfest in der Heimatgemeinde und an den Feuerwehr-Jubiläen in Kammer, Waging am See und Palling. Mitgestaltet hat man auch das Fronleichnamsfest, das Patrozinium der Pfarrei und den Volkstrauertag. Mit einer Mannschaft trat die Wehr zum Stockschießen und mit zwei Teams beim Dorfschießen an. Zur Brauereibesichtigung des Hofbräu-Hauses Traunstein kamen 34 Feuerwehrangehörige und zur Besichtigung des Brückner-Firmengeländes 24. Einer der Höhepunkte im Vereinsjahr war das beliebte Petersfeuer und der traditionelle Bosna- und Glühwein-Verkauf beim Tenglinger Adventsmarkt, „der trotz des starken Regens gut lief“. Zudem beteiligte sich der Nachwuchs an der Friedenslichtübergabe.

In eine kurze Übersicht packte Kraller dann noch die bedeutendsten Ereignisse, die es in seiner sechsjährigen Amtszeit gab: Das Eintragen des Feuerwehrvereins Tengling ins Vereinsregister, die Fahrzeugweihe im Jahr 2013, die Übernahme der Patenschaft 2014, als die Törringer Wehr ihr Gründungsjubiläum feierte, und die Burger Kirchweih 2015. Zudem habe er, Kraller, die Vereinschronik um die Jahre 2013 bis 2018 erweitert.

Nach dem Kassenbericht durch Ramona Müller entlastete die Versammlung die Vorstandschaft.

Dem Ausblick des neuen Vorstands durfte man dann entnehmen, dass es auch heuer wieder ein Ferienprogramm, einen Adventsmarkt, Glühweinstände und ein Friedenslicht geben soll. Zudem werfe der Burger Kirtag im nächsten Jahr und der 150. Geburtstag der eigenen Wehr (2022) schon seine Schatten voraus, sagte Leitner, der seinem Vorgänger, den Fähnrichen, dem Webmaster und allen, die sich für die Feuerwehr einbringen, dankte, ehe Kreisinspektor Wambach und Kreisbrandmeister Fleischer abschließend verdiente Feuerwehrmänner auszeichneten.

 Bericht: Anneliese Caruso